Maro Dromm- Sui Generis

Verein zum Erhalt der Kultur und Sprache der Sinti in Deutschland.

Ein entscheidender Schritt für die Minderheit der Sinti, aus dem Schattendasein hinaus in Richtung „normaler Platz in der Gesellschaft.“

Dies ist auch im geschichtlichen Sinne, ein sehr wichtiger Akt für uns Sinti um international wahrgenommen zu werden,leider ein sintigeschichtliches Novum, denn erst in den heutigen Tagen, beginnt sich auch für uns eine internationale Lobby zu bilden.


Damit hinken wir auch der Minderheit der Romma um mehr als 50 Jahre hinterher.

M.Franz.





Wir bedanken uns für den positiven Bericht der zum größten Teil den Aussagen unseres Vorsitzenden Mario Franz (Maro Dromm Sui Generis e.V.) entspricht.
Zu erwähnen sei, dass Herr Franz als Vorsitzender des Vereins Maro Dromm Sui Generis e.V und als Vorstandsmitglied der niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma eingeladen wurde. Seine Kindheit verbrachte Mario Franz in der sogenannten Papenhütte in Osnabrück, die manche als "klein Taxas" bezeichneten.
Unsere Homepage ist für Jedermann frei verfügbar. Wir freuen uns über Ihren Besuch.

Mit freundlichen Grüßen
Maro Dromm Sui Generis e.V.


Mario Franz, der Sohn von Überlebenden, berichtete über seine Familie. (Gerald Weßel)

Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft

Gerald Weßel 09.04.20180 Kommentare

Der Krieg „ging gegen uns mit anderen Mitteln weiter“, sagt Mario Franz, der Vorsitzende der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma. Es sei die Geisteshaltung der Mehrheit der deutschen Bevölkerung gewesen, die diese Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus ermöglicht habe.

Und auch nach dem Krieg und dem Ende der Hitlerdiktatur wurden Sinti und Roma weiter diskriminiert.

Die Erinnerungen, die die Überlebenden aus seiner Elterngeneration quälten, spiegelten sich noch oft im Alltag wider: „Er hat jedes Jahr zur gleichen Zeit Violine gespielt“, entsinnt sich Mario Franz an die Gewohnheiten seines Vaters Johann Franz. „Wir wussten, welche Bilder er dabei sieht.“ Die seiner toten Verwandten, inklusive seines Vaters Gustav und seiner Mutter Franziska, Marios Großeltern. Sprechen konnte Johann Franz viele Jahre nicht über das Erlebte. Zahlreiche Erlebnisse und Empfindungen der zweiten Generation gleichen sich. Die Söhne und Töchter haben mit den nie verheilenden Wunden ihrer Eltern leben müssen. „Die Menschen sind aus dem KZ gekommen, aber das KZ ist nie aus den Menschen“, sagte Mario Franz im Wallsaal der Zentralbibliothek.

Es war ein Gespräch am Täterort, wie Henning Bleyl von der Heinrich-Böll-Stiftung ausführte. Vom Wall aus seien in der NS-Zeit die Einsätze gegen Sinti und Roma für ganz Nordwestdeutschland koordiniert worden. Für Mario Franz ist es sichtlich ein emotionaler Moment, an dieser Stelle vor der Mehrheitsbevölkerung zu stehen, vor Menschen, deren Vorfahren unbehelligt blieben, als seine Verwandten gequält und ermordet wurden. Er spreche heute an diesem Ort dank seines Vertrauens in eine neue Generation an Menschen, die frei von alten Denkmustern sei, sagte Mario Franz. Das habe  leider einige Jahrzehnte gebraucht.

Die fortgesetzte Diskriminierung und Benachteiligung der Sinti und Roma nach dem Krieg habe auf dem gleichen Denken beruht wie der Massenmord. „Die negative Sonderbehandlung wurde, als wäre sie naturgegeben, weitergelebt“, sagte Mario Franz. „Wir können uns nicht aussuchen, wann wir mit Rassismus umgehen wollen. Wir tun es jeden Tag.“

Aufgewachsen ist er in „Kleintexas“ in Osnabrück, einem Nachkriegsgetto für sogenannte „asoziale Elemente“, wie Sinti und Roma auch nach der Nazizeit von zahlreichen Behördenmitarbeitern, Polizeibeamten, Richtern und Nachbarn eingestuft wurden. Hätte Hitlers Herrschaft angedauert, wäre auch dort wohl ein Konzentrationslager entstanden, sagt Mario Franz. „Wir waren sehr arm. Ich kannte nichts anderes. Ich wusste nicht, dass man sanitäre Anlagen in der Wohnung haben kann.“ Die Kälte sei in den Baracken allgegenwärtig gewesen.

Seine Schulzeit gestaltete sich schwierig bis unmöglich. Immer nur für kurze Zeiten habe er Klassen besucht, in denen er ständiger Drangsalierung durch Schüler und Lehrer ausgesetzt gewesen sei. Sprüche wie „Zick Zack Zigeunerpack“ hätten noch zu den harmlosesten Vorkommnissen gehört. Dabei habe er noch Glück gehabt. Viele seiner Altersgenossen seien als „genetisch nicht in der Lage“ eingestuft worden, eine normale Schule zu besuchen und auf eine Hilfsschule abgeschoben worden. Aber auch er hat Schlimmes durchgemacht. „Ich hatte irgendwann Angst, in die Schule zu gehen.“ Er habe sich stets gewehrt, was die Situation aber nicht vereinfachte: „Ich habe immer zurückgeschlagen.“ Auch dort seien gewalttätige Lehrer keine Ausnahme gewesen. Nur wenige Lehrer hätten ihn gefördert. In der Berufsschule sei es nicht besser geworden. Lesen und Schreiben habe er sich irgendwann mit Comics selbst beigebracht.

Inzwischen ist Mario Franz Stammgast an vielen Schulen. Er leistet vielerorts Bildungsarbeit mit Jugendlichen der Minderheit und der Mehrheitsgesellschaft. So bietet er zum Beispiel mehrere Antirassismus-AG an. Er tue es auch, machte er deutlich, weil er ehrliche und absolut echte Signale aus der Mehrheitsbevölkerung sehe, die Zukunft anders zu gestalten. Was er an den Schulen erlebe, mache ihm viel Hoffnung für eine bessere und zudem gemeinsame Geschichte von Mehrheit und Minderheit.

Eine Frau aus dem Publikum traf den Nagel auf den Kopf: „Was macht Sie denn anders? Sie sind doch wie wir alle.“ Mario Franz lächelt: Historische Gründe seien es, obschon Deutschland seit Jahrhunderten die Heimat vieler Sinti und Roma sei. Anfang des 15. Jahrhunderts seien die Sinti erstmals in Deutschland urkundlich erwähnt. Handwerkszünfte störten sich als Erste an den Neuankömmlingen. „Man brauchte ein Feindbild.“ Letztlich sei das Ganze eine Konstruktion in den Köpfen der Mehrheitsgesellschaft. „Manche denken noch heute, dass ich mein Lagerfeuer im Kofferraum habe“, berichtet Mario Franz belustigt. „Nichts ist zwischen uns anders.“ Aber eines erleichtere den Sinti und Roma heutzutage die Situation ebenfalls: „Heute sind sehr viele Ausländer hier, da fallen wir nicht mehr so auf.“

Gefragt, ob er glaube, dass auch heute eine Minderheit unter Mitwirken der Mehrheit in Deutschland unterdrückt oder sogar systematisch schlechter gestellt werden könnte, antwortete Mario Franz prompt: „Ja, es könnte durchaus wieder passieren.“ Es sei eine Sache der Gewohnheit, Repressalien gegen Minderheiten zu dulden. Irgendwann falle es gar nicht mehr so auf, und dann gehöre es eben zum Alltag. Das Schweigen sei dabei das Hauptproblem. „Die schlimmste Diskriminierung ist, kein Interesse an unserem Schicksal zu haben“, so fasste es Mario Franz zusammen. Auch das lasse sich auf andere Bevölkerungsgruppen übertragen.



Kultur und- Begegnungsabend im MDSG:e.V

Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus, gestaltete das Büro für Friedenskultur Osnabrück, gemeinsam mit Maro Dromm Sui Generis e.V am 21.03.2018. ab 15 Uhr in den Vereinsräumlichkeiten an der Großen Straße 20,ein Kultur- und Begegnungsabend.



Nach der Begrüßung durch Katharina Opladen (Büro für Friedenskultur Osnabrück, Bild Mitte) und Mario Franz(Vorsitzender MDSG.e.V, Bild 6,von Links), stellten Peter Schubert (Romenes Dozent) und Danny Weiß (Kursleiter Gitarrenunterricht, Bild 4,von Links) das vom niedersächsischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft geförderte Kulturprogramm vor.


Das musikalische Rahmenprogramm gestaltete die Osnabrücker Swingjazz- Kapelle, das Gespann mit Sintiswing als auch Leiteinamerikanischen Rhythmen.


13.03.2018 in Bremen
Zeitzeugengespräch und Film „Nicht wiedergekommen“: 18 Uhr, Stadtbibliothek, Wallsaal

„Verfolgung gehört seit dem Mittelalter dazu“

taz:Interview Teresa Wolny mit Mario Franz

Mario Franz, 52, ist Vorsitzender des Vereins Maro Dromm Sui Generis e.V., der sich für den Erhalt der Kultur und Sprache der Sinti in Deutschland einsetzt

taz: Herr Franz, Sie sind im Nachkriegsdeutschland aufgewachsen. Wie sah die Situation der Sinti und Roma nach der Verfolgung in der NS-Zeit damals aus?

Mario Franz: Für die Mehrheitsgesellschaft war der Krieg vorüber, für uns ging er noch weiter, nur mit anderen Mitteln. Ich gehöre zur zweiten Generation, mein Vater war im KZ und meine Mutter musste in einem Heim Zwangsarbeit leisten. Groß geworden bin ich im Ghetto Papenhütte in Osnabrück, ein Ort, der eigentlich einmal als KZ gedacht war. Dort war man vom sozialen Leben ausgeschlossen.

taz:Inwiefern?

Mario Franz: Integration und Jobsuche waren nicht oder kaum möglich. Ich hatte mich als kleiner Junge gefreut, zur Schule zu gehen und wurde mit sieben Jahren auch mit Schultüte und allem eingeschult. Nach einigen Tagen begannen dann die Angriffe, die von „Zick Zack, Zigeunerpack“ bis zu einigen tätlichen Übergriffen reichten. Danach bin ich zwei Jahre – auch aus Angst – nicht mehr zur Schule gegangen.

taz:Wie ging es weiter?

Mario Franz: Mit neun Jahren bin ich dann nochmal in die zweite Klasse eingeschult worden. Wir haben immer ganz hinten gesessen. Ich wurde zum Klassensprecher gewählt, das sollte dann aber doch lieber jemand anderes machen. Ich bin dann zunächst noch unregelmäßig zur Schule gegangen, wegen der ständigen Repressalien aber irgendwann gar nicht mehr. Mit 25 habe ich angefangen, meinen Hauptschulabschluss nachzuholen. Den musste ich dann aber aus gesundheitlichen Gründen abbrechen.

taz: Ist Ihr Engagement für die Erinnerung der Geschehnisse auch eine Form von Verarbeitung?

Mario Franz: Es geht mehr um Aufklärung. Das Leben eines Sintos kann jemand von außen nicht verstehen, die Verfolgung gehört in der gesamten deutschen Sinti-Geschichte seit dem Mittelalter dazu. Wir selbst brauchen in diesem Bereich keine Aufarbeitung oder Aufklärung, wir wissen, was Sache war.

Wie ist die Situation der Sinti und Roma in Deutschland heute?

Mario Franz: Auch wenn sich die Geisteshaltung der Mehrheitsbevölkerung in Teilen geändert hat, gibt es vor allem im Bereich der Bildung noch Schwierigkeiten. Der Bildungsausschluss ist immer noch zu spüren. Ich bin 52 und viele in meinem Alter sind Analphabeten. Man hat immer noch den Zigeuner im Kopf und das müssen wir loswerden.


taz.de


heute in bremen: „Verfolgung gehört seit dem Mittelalter dazu“
Das große linke Nachrichten-Portal der "tageszeitung" aus Berlin

                                            Romenes Unterricht erste Stufe

                          Gefördert durch das niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft und Kultur

Wir freuen uns sehr darüber, dass unser innerkulturelles Bildungsangebot, immer mehr von unseren Sinti aus Osnabrück wahrgenommen wird.




Besonders der Sprachunterricht (erste Stufe) erfährt einen stetig wachsenden Zulauf.








Dafür und für das Vertrauen in uns möchte sich das gesamte Team von Maro Dromm Sui Generis bei unseren Osnabrücker Sinti bedanken.





120 Gäste gedenken in Bergen-Belsen der Deportation der Sinti und Roma

Alle Fotos:Oliver Knoblich

 

Samantha Rose

Obwohl die Veranstalter ein Zelt aufgebaut hatten, war es am Sonntag bei der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Deportation der Sinti und Roma nach Auschwitz ziemlich kalt am Obelisk in der Gedenkstätte Bergen-Belsen. "Die Menschen hatten damals weniger Kleidung als wir und keine festen Schuhe. Von einem Leichnam haben sie Kleidung genommen, um die Füße zu wärmen", sagte Samantha Rose vom Forum für Sinti und Roma. "Wir gedenken, was die Menschen durchmachen mussten."

Etwa 120 Gäste waren in die Gedenkstätte gekommen, um an einen Teil der Nazi-Verbrechen zu erinnern, der im öffentlichen Bewusstsein wenig präsent ist. 500.000 Sinti und Roma wurden im Dritten Reich von den Nazis ermordet.

Jens-Christian Wagner

LOHHEIDE. "Bergen-Belsen hat einen besonderen Stellenwert, denn die Mehrheit der überlebenden Sinti und Roma wurde hier befreit", sagte der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten Jens-Christian Wagner. "Außerdem war die Gedenkstätte mit einer Kundgebung im Oktober 1979 ein Geburtsort der Sinti-und-Roma-Bewegung." Er betonte, dass Sinti und Roma in Deutschland und Europa auch heute noch diskriminiert und angegriffen würden. "Dem müssen wir uns gemeinsam entgegenstellen", so Wagner.

Claudia Schanz

Claudia Schanz, die den erkrankten niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne vertrat, betonte, dass die Ausgrenzung und Diskriminierung lange vor 1933 begangen habe und nach 1945 nicht vorbei war. "Staat und Gesellschaft haben sich durch die Verweigerung von Entschädigungen eine zweite Schuld aufgeladen", sagte die Referatsleiterin im Kultusministerium. Die jetzige Generation habe die Verantwortung, für eine "wache und lebendige Erinnerungskultur" zu sorgen. "Wer das bekämpft, bekämpft die Demokratie", sagte Schanz in Richtung AfD.


Romeo Franz

Bevor die Gäste an der Inschriftenwand der Opfer gedachten, forderte Romeo Franz, Geschäftsführer der Hildegard-Lagrenne-Stiftung, in die Bildung der Roma-Kinder zu investieren. "Es ist Zeit für einen Bildungsaufbruch", sagte Franz. "Das wird ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft sein, denn wer die Unterschiede akzeptiert, kann friedvoll zusammenleben."

 

Douglas Laubinger,Mario Franz,Romeo Franz,Jens-Christian WagnerVon Links nach Rechts: Douglas Laubinger, Mario Franz, Romeo Franz, Jens-Christian Wagner

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung eröffnete Reinhold Baaske, Vorsitzender des Vereins für Geschichte und Leben der Sinti und Roma in Niedersachsen, im Forum der Gedenkstätte die Ausstellung „Von Niedersachsen nach Auschwitz“. Sie zeichnet anhand von Dokumenten und Fotos die Geschichte der Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus nach und verdeutlicht, dass          Sinti und Roma auch heute noch vielfach diskriminiert werden.

Autor: Christopher Menge, am 04.03.2018 um 19:00 Uhr

Rede- Bergen Belsen- Romeo Franz:PDF

 

                                          Gedenkstätte Ahlem 02.03.2018

Bild:Robert Reinhard © Bild zeigt Von Rechts nach Links:Regionspräsident Hauke Jagau (v. l.),Mario Franz Vorsitzender des Vereins Maro Dromm Sui Generis e.V., Siegfried Franz vom Niedersächsischen Verband Deutscher Sinti e. V., und Thomas Hermann, Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover.

 


Gemeinsame Kranzniederlegung

Oft vergessene Opfer des Holocaust: Die Region Hannover und Landeshauptstadt Hannover erinnerten am 2. März an die Deportation der Sinti und Roma.

Zu den oft vergessenen Opfern des Holocaust zählen eine halbe Million Sinti und Roma. Vom 2. auf den 3. März 1943 wurden die Sinti aus Niedersachsen in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert – unter ihnen 100 Kinder, Frauen und Männer aus Hannover. Über den Bahnhof Fischerhof in Linden ging der "Sonderzug" in das Vernichtungslager.

Gedenken an die Opfer

In Hannover haben Regionspräsident Hauke Jagau und Thomas Hermann, Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Opferverbände im Rahmen einer Gedenkstunde am Freitag, 2. März 2017, in der Gedenkstätte Ahlem an die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma erinnert.


Bild: Robert Reinhard,© MaroDromm-sg.de

Die Gestaltung des Rahmenprogramms übernahmen in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler der Anti-Rassismus-AG der Alexanderschule Wallenhorst in Osnabrück in Kooperation mit dem Verein Maro Dromm Sui-Generis e. V. In den Mittelpunkt stellten die jungen Leute ein etwa 20-minütiges Theaterstück zum Leben und Schicksal der Sintezza Erna Lauenburger, genannt Unku.


Bild: Robert Reinhard,© MaroDromm-sg.de Gemeinsamer Kranz von Region und Landeshauptstadt Hannover

 


Gemeinsame Kranzniederlegung

Im Anschluss wurde am ehemaligen Eingangstor der Gartenbauschule auf dem Gelände der Gedenkstätte Ahlem eine neue Skulptur zur Erinnerung und zum Gedenken an die Verfolgung und Deportation der Sinti eingeweiht. Anschließend findet dort auch die Kranzniederlegung statt.


Der Bericht stammt von der Internetseite Hannover.de

 


Kultur und Begegnungstag im Verein Maro Dromm

Sui-Generis e.V. am 21.03.2018 um15 Uhr


13.03.2018 Zentralbibliothek, Bremen / 18.00 Uhr / Eintritt frei

»Nicht wiedergekommen«Dokumentarfilm und Zeitzeugengespräch über das Schicksal der Korbmacherfamilie Franz

weitere Info's hier...

  

Landesfachtag zur Teilhabe von Sinti und Roma in Niedersachsen

War am Mittwoch, den 25. Oktober 2017 von 13 bis 17 Uhr in Hannover Gedenkstätte Ahlem

zur Vorbereitung der Konferenz »Everyday is Romaday!«    Mitveranstalter Projekt „Netzwerk der Vereine der Sinti und Roma in Niedersachsen“  der Nds Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V. Hannover.

Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover


Referate gehalten haben:


Frau Schanz,

Niedersächsisches Kultusministerium, Referat 23 (Politische Bildung, Gedenkstätten, Bildung nachhaltige Entwicklung). Sie unterstützt das Modell des Einsatzes von Bildungsmediatoren/Bildungsberatern aus den Volksgruppen der Sinti und Roma).


Ralf Küper,

Koordinator der Fachaufgabe „Beruflich Reisende“
Dezernat 2
Niedersächsische Landesschulbehörde- Regionalabteilung Hannover

Er berichtete zu den ersten Ergebnissen der Roma AG, an der zahlreiche Institutionen und Verbände in Hannover teilnehmen, um an den "Hot Spots",  am Wohnbereich der neu zugezogenen Roma, die Situation zu entschärfen.


Unsere Kollegen, Michael Wagner und Ingo Lindemann vom 1. Sinti-Verein-Ostfriesland berichteten zum Thema Bildungsmediatoren und zu Hilfsstrukturen in der pädagogischen Arbeit, die sie ebenfalls in einer Vernetzung der Angebote sehen.

Diskutiert wurde inwieweit von Hannover aus Impulse gesetzt werden können, die auch in entfernteren Regionen wirken. Oder ob diese "auf sich allein gestellt" gelassen werden.


Mario Franz, vom Verein Maro Dromm sui Generis, Vorstandsmitglied der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V. hielt ein Impulsreferat zum Thema der Wichtigkeit der Benennung von Unterschiedlichkeit der an der Veranstaltung beteiligten Volksgruppen der Sinti und Roma, bei gleichzeitiger Solidarität in wichtigen Fragen                                                                                        

 



Gemeinsamer Arbeit in der Vielfältigkeit - bei Anerkennung der Heterogenität der Ethnien der Sinti und Roma und stellte das  vom MWK  geförderte M.D.S.G .e.V.  Projekt: Sprache in der Geschichte, Geschichte in der Sprache vor.


Christoph Leucht vom "Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas" erklärte das Bündnis, den Zusammenschluss von gesellschaftlichen und kulturellen Organisationen, die in ihrer Arbeit immer wieder Antiziganismus begegnen: "Antiziganismus wird in der Öffentlichkeit praktisch nicht wahrgenommen und geahndet, sondern findet immer breitere Akzeptanz. Es ist jedoch Aufgabe der bürgerlichen Gesellschaft, der Medien und der Politik roma- und sintifeindliches Denken und Handeln zu benennen, zu verurteilen, dagegen anzugehen und den Betroffenen ihre Solidarität auszusprechen." Zum Schluss der Veranstaltung sammelte er Themen für eine bundesweite Konferenz im November: Benannt werden sollten insbesondere nicht nur deutliche Forderungen sondern auch die Differenzen der Beteiligten.


Die Roma von Romane Aglonipe, Verein, Jugend- und Frauenverein stellen sich vor. Zwei ihrer wichtigsten Ziele sind die Stärkung der Frauen über gemeinsame überregionale Treffen und die Durchführung des Projekts "Strukturierter Dialog" in dem sich Jugendliche im kommenden Jahr Institutionen, Politikern und Beamten stellen möchten. Dafür haben sie gemeinsame Treffen geplant - nicht in Form von Referaten - sondern gemeinsamen Begegnungen, beim Fussballspielen, gemeinsamen Kochen und Diskutieren. Geplant ist auch ein Musik-Projekt.

 

Marcel Schmid vom Sinti-Forum-Braunschweig stellte ein Projekt für die Braunschweiger Sinti vor, eines, der in diesen und im nächsten Jahr vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Kulturprojekte. Er betonte, dass man das gerne erarbeitet hat um umsetzen wird, dass aber die eigentlichen Probleme im sozialen Bereich liegen, so wären die schlechten Lebensverhältnisse/Wohnbedingungen auf dem Platz am Madammenweg eigentlich im Focus. Dabei sei in den Verhandlungen mit der Stadt schon einiges erreicht worden, was zu einer Verbesserung der Situation führen könnte.

 

Andreas Mischok

Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Pädagogik der Gedenkstätte Ahlem stellte gemeinsame Projekte mit den Sinti Verbänden in der Region Hannover vor - und betonte das Anliegen "auf Augenhöhe" zusammen mit Sinti und Roma pädagogische Angebote zu entwickeln.

 

Bernd Grafe-Ulke, Leiter des Programms "Kompetent gegen Antiziganismus" (KogA), berichtete über dieses Projekt der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, und wie sein Team lernte mit dem Team der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V. zusammen zu arbeiten, damit aus einer Initiative der Mehrheitsgesellschaft eine gemeinsame Verantwortung in gesellschaftlichger Fortbildung entsteht.

 



RomnoKher Mannheim  5. Oktober 2017

Vortragsreihe Empowerment und Identität im Rahmen der 4. RomnoKher Kulturwochen

      

Empowerment aus der Geschichte und Kultur heraus
Mario Franz, Vorstandsvorsitzender Maro Dromm Sui Generis e. V.

Vorstands der niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma e. V.

Entwicklungen in der Bürgerrechtsbewegung von Sinti und Roma in der EU
Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender des VDSR BW

Aktuelle Entwicklungen der Hildegard-Lagrenne Stiftung
Romeo Franz, Geschäftsführer der HLS

Gesprächsrunde mit dem Publikum
Moderatorin: Jane Simon,Internationale christliche Bildungs- und Sozialen Initiative für Sinti und Roma Offenburg e.V.


          Prague Forum for Romani Histories

                                                                                     Institute of Contemporary History

20. September 2017

Fotograf:Alle Bilder

David Kumermann

Text: Mario Franz

 Neben Jiřina Somsiová,Zdeněk, Daniel ,Jan Hauer und Mano (Hermann) Höllenreiner(als Zeitzeuge) wurde auch Mario Franz von Jana Müller und dem Prague Forum for Romani Histories, als deutscher Sinto der ersten Nachkriegsgeneration eingeladen.

Thema war, die Auswirkungen des NS-Regimes auf die Nachkriegszeit der Roma sowie der deutschen Sintifamilien.

 

Mano (Hermann) Höllenreiner

Als Zeitzeuge berichtete er über seine Erlebnisse während der NS-Zeit und über seine schwere Kindheit u.A in Nachkriegsfrankreich.

 


Else Höllenreiner

ist seit mehr als sechzig Jahren mit Mano Höllenreiner verheiratet. Sie unterstützt die Zeugnisarbeit ihres Mannes und erzählt die Geschichte ihrer eigenen Erfahrungen.



Jan Hauer

sammelt seit mehr als 15 Jahren Fotografien und Archivalien zur Geschichte seiner Familie in den böhmischen Ländern und berichtetet auch darüber.




Zdeněk Daniel,(Bild Mitte)
Architekt und Maler aus Jablonec nad Nisou.

Die Familie seines Vaters litt schwer von der Kriegsverfolgung der Roma:  Im Jahr 2016 schuf Daniel eine Reihe von Gemälden, in denen er sich mit diesem Teil seiner Familiengeschichte auseinandersetzen will.


Jiřina Somsiová (Bild Mitte)

stammt aus der Daniel-Familie von Mähren, die vom Holocaust schwer getroffen wurde. Sie Berichtet über die Auswirkungen der NS-Zeit auf ihre Familie.

Jana Horváthová( im Bild rechts)

lebt und arbeitet in Brünn. Sie ist Historikerin. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit zur Geschichte der Roma in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts konzentriert sie sich hauptsächlich auf die Methoden der mündlichen Überlieferung.


 

Mario Franz (Rechts im Bild)

ist ein deutscher Sinto, er ist erster Vorsitzender des Vereins, Maro Dromm Sui Generis der für Bewahrung und Entwicklung, Förderung der Sprache, Kultur und Traditionen als Ausdruck der Identität der Deutschen Sinti steht und sich der Aufklärung nach innen und außen verpflichtet. Er berichtet über die Auswirkungen,

der seit Jahrhunderten andauernde Verfolgung der Sinti auf die heutige Zeit und seiner Familie.

Zudem versuchte M.Franz, für die Themen wie, Bildungsausschluss der Sinti in der deutschen Geschichte, sowie für die Souveränität der Sinti als eigenständige Ethnie zu sensibilisieren.

In den anschließenden Diskussionen und Interviews, zeigte sich reges Interesse des anwesenden, internationalen Akademikerpublikums an diese Themen.



Jana Müller Ist eine qualifizierte Jugendarbeiterin, die seit zwanzig Jahren aktiv ist, um die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus zu fördern.

  Sie arbeitet eng mit Eve Rosenhaft(Prof.für deutsche historische Studien) zusammen und erforscht die Lebensgeschichten der Mitteldeutschen Sinti und Roma und ihre Verfolgungserfahrungen.


Jana Müller aus Dessau(Links im Bild) und Eve Rosenhaft von der Uni Liverpool(Rechts in Bild) präsentierten einen Ausschnitt der von ihnen erarbeiteten Ausstellung (Dokumentation von Hanns Weltzel: Das Leben der Sinti in Roßlau in den 1930er Jahren).



Diese Ausstellung mit den von Hanns Weltzel gemachten Bildern der Sinti, ist meiner Meinung nach, von fundamentaler Bedeutung.

Die Sinti in Deutschland werden nicht, wie gewohnt, ausschließlich als wandelndes Mahnmal, mit zerrissener Kleidung und sich in ihrem Schicksal ergeben dargestellt.

Man kann auch Bilder aus ihrem Alltag sehen, die mehr aussagen, wie man bei erster Betrachtung vermuten mag.

Es sind viele Bilder, von Menschen zusehen, die der damaligen Mode entsprechend gut gekleidet sind und lebensfroh wirken.

Wenn man bedenkt, das einige dieser Bilder in einer Zeit aufgenommen wurden, als diese Menschen schon von dem örtlichen Justizapparat, auf einen kleinen kargen Fleckchen schlammiger Erde, ohne sanitärer Möglichkeiten zusammengepfercht wahren, bekommt man eine ungefähre Ahnung davon, welch einer geistigen und körperlichen Anstrengung es bedarf, noch so gut dar zustehen.

Diese Bilder, sind weitaus mehr Ausdruck der Geschichte der Sinti, als die, die von den Nazis und ihren Sympathisanten gemacht wurden.

Für mich dokumentieren diese Bilder unter anderen auch, wie sehr, insbesondere die deutschen Sinti in ihrer Geschichte gewohnt wahren, im Feuer zu stehen und ihre daraus resultierende Fähigkeit, nicht gleich zu verbrennen.

Der inhaltliche Aufbau der Ausstellung mit ihrer Fülle an Informationen, ist ein neuartiges Dokument zur Aufklärung.

Aus diesem Grund, werde ich mich darum bemühen, Sie nach Osnabrück, Münster und Hannover zu holen.

Text:

Mario Franz





                          Update Lustig ist das Zigeunerleben         

Gar nicht so lustig war und ist das Leben der Sinti, das Wallenhorster Hauptschüler an der Universität Osnabrück szenisch darstellten. Foto: Egmont Seiler.


Wie bereits angekünigt haben wir in Kooperation mit der Alexanderschule Wallenhorst das Theaterstück "Lustig ist das Zigeunerleben" am 8.Juni 2017 in der Uni Osnabrück aufgeführt.

Wir haben uns sehr über Ihr reges Interesse gefreut.

Wenn sie mögen, klicken Sie auf das Bild um zum Zeitungsartikel der NOZ.de zu gelangen.

Bericht Neue Osnabrücker Zeitung vom 14.06.2017

Osnabrück/Wallenhorst. Dass die Geschichte und das Leben der Sinti bis heute durch Vorurteile und Ausgrenzung geprägt ist, zeigte eine Veranstaltung an der Universität vom Verein Maro Dromm Sui Generis in Kooperation mit der Alexanderschule in Wallenhorst.

Bild:Hale Lachnit

Die historische Zeitreise auf Einladung des AStA ging dabei zurück bis ins Mittelalter. Mario Franz als Vorsitzender des Vereins zum Erhalt der Kultur und Sprache der Sinti in Deutschland erläuterte, wie seitdem das „Feindbild“ des Zigeuners als „innerer Unruhestifter“ und „Gegenstück zum braven Bauern“ konstruiert und verfestigt wurde. Ohne staatlichen Schutz dienten die als „vogelfrei“ erklärten Sinti seit jeher als „perfekter Sündenbock“.

Antirassismus-AG

Mit dem Aufruf „Die Jagd ist eröffnet“ begann dann auch der erste von drei den Vortrag begleitenden Schauspielakten, mit denen sieben Schüler der Antirassismus-AG der Alexanderschule erstmals in einer neuen, jungen Besetzung das Schicksal der Sinti illustrierten. Die wortgewaltigen Einlagen von Rapper Einfach Sam dienten dabei als realistischer Gegenpol zum titelgebenden, verklärenden deutschen Volkslied „Lustig ist das Zigeunerleben“. Denn das Leben der derzeit rund 150.000 deutschen Sinti und deren Vorfahren war und ist alles andere als lustig.

                                                                                                                        Bild:Hale Lachnit

Auch heute noch würden die sogenannten Zigeuner als „Asoziale und Kriminelle am Rande der Gesellschaft“ abgestempelt, bemerkte Siegfried Franz als Geschäftsführer des niedersächsischen Landesverbandes der Sinti. Dem Klischee des ihnen angedichteten Wandertriebs setzte er entgegen, dass das „böse und verhasste fahrende Volk“ der Sinti im Verlauf der Geschichte stets vertrieben worden sei – bis hin zu seiner versuchten Vernichtung im Nationalsozialismus.

Bild:Hale Lachnit                                                            Das Bild zeigt den Historiker Boris Erchenbrecher bei der Präsentation der Dokumente

Sinti als Forschungsobjekte

Im zweiten Akt des Schauspiels wurden wissenschaftliche Dokumente illustriert, die belegen, dass auch im Nachkriegsdeutschland noch bis in die Achtzigerjahre hinein Anthropologen Sinti als Forschungsobjekte betrachteten, denen ein „Wandergen“ innewohnt. Selbsternannte „Zigeunerexperten“ trugen als von der Justiz angehörte und von der Politik akzeptierte Gutachter das rassistische Gedankengut des Nationalsozialismus weiter, das Sinti als kriminelle „Untermenschen“ abstempelte.

Dass entsprechende Vorurteile auch in der Gegenwart noch in den Köpfen herumgeistern, brachte schließlich der von den Schülern selbst geschriebene dritte und letzte Akt auf den Punkt. Er zeigt eine Szene, in der die Tochter eines gut bürgerlichen Hauses einen Sinto als ihren neuen Freund vorstellt und damit bei ihren Eltern auf massive Ablehnung stößt.

Bild:Hale Lachnit

Noch „weit entfernt“ sei man von der Anerkennung und Gleichbehandlung von Minderheiten, bemerkte am Ende der niedersächsische Landtagsabgeordnete und Europapolitiker Clemens Lammerskitten aus Wallenhorst, der selbst die Alexanderschule besucht hat, die sich seit 2010 auch ganz offiziell Schule ohne Rassismus und mit Courage nennen darf, wie Schulleiter Arne Willms betonte.

Ein Artikel von Matthias Liedtke


Nach der Aufführung (Lustig ist das Zigeunerleben)am 8.Juni 2017


Lockeres Zusammensein:

Von Links nach Rechts:Sabiene Grothe,Hale Lachnit,Marcel Laubinger,Peter Schubert,Siegfried Franz,Clemens Lammerskitten,Vera Röwenkamp,Mario Franz,Carmen Bird,Orlando Reinhard,Michael Hoffmann,Edgar Röwenkamp




Clemens Lammerskitten,(CDU)

Mario Franz(M.D.S.G.)




 Veranstaltungsreihe über die Geschichte der Sinti
In Kooperation von Maro Dromm Sui Generis e. V. mit der AStA Osnabrück und der Nds Beratungsstelle für Sinti und Roma e. V.  Endstand eine dreiteilige Veranstaltungsreihe die durch der AStA Osnabrück und der Stiftung niedersächsischen Gedenkstätte gefördert wird.


Lustig ist das Zigeunerleben

Demnächst ,In der AStA Osnabrück

Veranstaltungsart: Schauspiel und Vortrag

Datum: Donnerstag, 8. Juni 2017

Uhrzeit: 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: Uni Osnabrück

15/E07 (EW-gebäude)

Seminarstraße 20

Zuletzt, am 03.3.2017 in der Gedenkstätte Ahlem, als Rahmenprogramm der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Deportation der Sinti und Roma vom 2. auf den 3. März 1943 über den Bahnhof Fischerhof in Linden, Hannover in das Vernichtungslager Auschwitz .

Eine Kooperation Maro Dromm Sui Generis, den Rapper einfach Sam und der Alexanderschule, Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage in Onabrück Wallenhorst,

© alle Fotos: Frauke Bittner,C. Draheim,  Region Hannover

Sündenbock im Mittelalter, Forschungsobjekt im dritten Reich und Außenseiter in der heutigen Zeit, Sinti oder Roma sind in ihrer langen Geschichte Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt gewesen. Das deutsche Volkslied „Lustig ist das Zigeunerleben“ romantisiert das Leben der Volksgruppen, und es wurde zum sarkastischen Titel des Schauspiels, das sich mit Vorurteilen und Rassismus befasst und das von Schüler/innen der Antirassismus AG der Alexanderschule Wallenhorst  unter der Leitung von Carmen Bird, Michael Hoffmann und Mario Franz,vom M.D.S.G.e.V. mit großem Engagement immer wieder aufgeführt wird.


Ein Schauspiel in drei Zeitepisoden.        






                 


Angefangen,im Mittelalter

 






Über die Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges







Bis in die Gegenwart









18.05.2017

Filmvorführung und Diskussion

Filmvorführung. Der Film „Nicht wiedergekommen“ von Jana Müller (Alternatives Jugendzentrum e.V. Dessau) , beleuchtet den Völkermord an einer halben Millionen Sinti und Roma, die von den Nazis ermordet wurden, an Hand des Schicksals der Korbmacherfamilie Franz.

Anschließend: Referat über die Sinti nach 1945 in Osnabrück von S. Franz, Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V.. Podiumsdiskussion zur Situation heute und Sinti-Rap von J. Schmittke (Album „Zigeuner“).

in der Uni Osnabrück  Neuer Graben 29,49074 Osnabrück  im 2.OG des Schlosses  18.05., 18-21 Uhr


Eröffnungsveranstaltung

Am 10. Mai 2017 um 18.00 Uhr

                              Wanderausstellung „Von Niedersachen nach Auschwitz"

                                Des niedersächsischen Verbands Deutscher Sinti e. V.

Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Stufen und die Besonderheiten der Verfolgung der Sinti und Roma. Bereits 1938 und 1940 erfolgten planmäßig Verhaftungswellen, die für viele den Tod in Konzentrationslagern zur Folge hatten. 1943 begann die Deportation nach Auschwitz-Birkenau. Eingegangen wird auch auf die Problematik der Bestrafung der Täter und der „Wiedergutmachung“ für die Opfer. Auch die Geschichte der „Zigeuner“ vor dem Nationalsozialismus wird anhand niedersächsischer Quellen dargestellt.

Die Ausstellung wird am 10. Mai 2017 um 18:00 Uhr im Raum 11/213 eröffnet und kann vom 05. Mai 2017 bis 23. Juni 2017 im 2.OG des Schlosses besucht werden.

Neuer Graben 29,49074 Osnabrück


                         
Begrüßung

Rabea Mette, Asta Osnabrück,

M. Franz, Maro Dromm Sui Generis e.V.,

Manfred Böhmer, Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V



Einführung in die Ausstellung

Boris Erchenbrecher, Historiker

Musikalische Begleitung

                                                             Ensemble Osnabrücker Sinti-Jazz

                                                                            Das Gespann

 


https://www.berlin.de/politische-bildung/veranstaltungen/der-politische-salon-werden-die-kinderrechte-von-sinti-und-roma-gewahrt-590787.php

Gedenkstätte Ahlem

Gemeinsame Kranzniederlegung

Oft vergessene Opfer des Holocaust: Die Region Hannover und Landeshauptstadt Hannover erinnern an die Deportation der Sinti und Roma.

© alle Fotos: Frauke Bittner,C. Draheim, Region Hannover








(v. l.) Regine Kramarek, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Hannover, und Michaela Michalowitz, stellvertretende Präsidentin der Region Hannover, Ratsfrau Georgia Jeschke, Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth und Reinhold Weismann-Kieser von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes VVN BdA

Zu den oft vergessenen Opfern des Holocaust zählen eine halbe Million Sinti und Roma. Vom 2. auf den 3. März 1943 wurden die Sinti aus Niedersachsen in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert – unter ihnen 100 Kinder, Frauen und Männer aus Hannover. Über den Bahnhof Fischerhof in Linden ging der "Sonderzug" in das Vernichtungslager.

Gedenken an die Opfer

In Hannover haben am 3.3. die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz und Regine Kramarek, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Hannover, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Opferverbände im Rahmen einer Gedenkstunde an die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma erinnert. Siegfried Franz vom Niedersächsischen Verband deutscher Sinti e. V. fand bewegende Worte und berichtete aus ganz persönlicher Perspektive über das Schicksal seiner Familie stellvertretend für das Schicksal aller Sinti und Roma. Am ehemaligen Eingangstor der Gartenbauschule auf dem Gelände der Gedenkstätte Ahlem wurden anschließend Blumenkränze niedergelegt.

Die Gestaltung des Rahmenprogramms

hatten in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaft "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" der Alexanderschule Wallenhorst in Osnabrück übernommen. In den Mittelpunkt stellten die jungen Leute ein Theaterstück mit dem Titel "Lustig ist das Zigeunerleben", das die Ausgrenzung und Verfolgung der Sinti und Roma im Mittelalter, zur Zeit des Nationalsozialismus und in der heutigen Zeit zum Thema macht. Beiträge des Rappers "Einfach Sam" waren in das Stück integriert und fassten dessen Botschaften zusammen. Entwickelt wurde das Stück unter der Leitung von Mario Franz und Carmen Bird vom Verein zum Erhalt der Sprache und Kultur der Sinti in Deutschland, Maro Dromm – Sui Generis e.V. Der Verein betreut unter anderen, eine Arbeitsgemeinschaft an der Alexanderschule

Sinti und Roma-Gedenktag 2017

Gedenken an die Opfer des NS-Völkermords an Sinti und Roma




Die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz bei der Gedenkstunde an die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma am 3. März 2017 in Hannover.





Regine Kramarek, Bürgermeisterin der

Landeshauptstadt Hannover,bei derGedenkstunde an die Opfer des Völkermordes

an den Sinti und Roma am 3. März 2017 in Hannover.

  




Andreas Mischok, Pädagoge am Ort der Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover, bei der Gedenkstunde an die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma am 3. März 2017.

Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaft "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" der Alexanderschule Walkenhorst in Osnabrück gestalteten unter der Leitung des M.D.S.G e.V. das Rahmenprogramm der Gedenkveranstaltung am 3. März 2017.



Reinhold Weismann-Kieser von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes VVN BdA bei der gemeinsamen Kranzniederlegung am 3. März 2017 in der Gedenkstätte Ahlem.



Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer des NS-Völkermords an Sinti und Roma





Reinhold Weismann-Kieser von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes VVN BdA gedenkt der Opfer des NS-Völkermordes an Sinti und Roma.





(v. l.) Regine Kramarek, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Hannover, und Michaela Michalowitz, stellvertretende Präsidentin der Region Hannover, Ratsfrau Georgia Jeschke, Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth und Reinhold Weismann-Kieser von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes VVN BdA bei der gemeinsamen Kranzniederlegung am 3. März 2017 in der Gedenkstätte Ahlem.

Am 17.03.2017 wurde unser erster Vorsitzender Mario Franz einstimmig in den Vorstand der niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma gewählt. Wir , der Vorstand von Maro-Dromm-Sui- Genesis e. V. beglückwünschen ihn dazu!


Am 24.02.2017

Ist zwischen dem M.D.S.G e.V. und dem Sinti-Verein Ostfriesland e.V.

eine Kooperationspartnerschaft geschlossen worden.

Wir freuen uns auf konstruktive Zusammenarbeit.


Der Verein,Maro Dromm- Sui Generis,Verein zum Erhalt der Kultur und Sprache der Sinti in Deutschland,ist seit dem 16.02.2017 dem Niedersächsischen Verband Deutscher Sinti e.V. angeschlossen.

Der Antrag des Vereines Maro-drommSui-Generis, Verein zum Erhalt der Kultur und Sprache der Sinti in Deutschland,zur Angliederung an dem Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V. wurde am 16.02.2017 vom Vorstand des Niedersächsischem Verband Deutscher Sinti e.V. mit Sitz in Hannover einstimmig angenommen.


12,Dez

Zentralrat Deutscher Sinti und Roma begrüßt historische Entscheidung von Bund und Ländern zum Erhalt der Gräber von NS-verfolgten Sinti und Roma


Am 9. Dezember 2016 haben Bund und Länder im Rahmen der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder in Berlin einen Beschluss zum Ruherecht für Grabstätten der unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgten Sinti und Roma gefasst. Mit dieser Entscheidung wird dem langjährigen Anliegen des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma entsprochen, der sich seit 2004 bei Bund, Ländern und Kommunen dafür einsetzt, dass diese Gräber dauerhaft als Familiengedächtnisstätten und öffentliche Lernorte in staatliche Obhut genommen werden.

„Mit dem am vergangenen Freitag in Berlin gefassten Beschluss haben die Bundesregierung und die Länder ein historisches Zeichen gesetzt. Die Entscheidung zum Erhalt unserer Grabstellen ist ein wichtiges politisches Signal und zugleich Ausdruck einer gemeinsamen Verantwortung vor der Geschichte, zumal die Grabstätten der jüdischen Opfer schon vor Jahrzehnten in staatliche Obhut genommen wurden“, so der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose. „Unsere Gräber sind die letzten Spuren deren, die die Schrecken des Holocaust überlebt haben. Sie sind die Zeugnisse des Völkermords an den Sinti und Roma und als solche ein Vermächtnis für unsere Demokratie und unseren Rechtstaat“.

„Es wäre“, so Rose weiter, „zu wünschen, dass auch andere Staaten vor allem in Ost- und Südosteuropa ihre besondere historische Verantwortung gegenüber den dort seit Jahrhunderten beheimateten Roma-Minderheiten wahrnehmen. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Überwindung der Ausgrenzung unserer Minderheit in der Gegenwart.“


Nds Netzwerktreffen der Sinti und Roma vereine in Oldenburg 18.06.2016

Der M.D.S.G nahm gestern zum dritten mal am Nds Netzwerktreffen der Sinti und Roma vereine Niedersachsens teil, nach Hannover und Osnabrück, wahren wir dieses mal in Oldenburg.



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